Schockbilder sollen in den Köpfen bleiben

Die Polizei will mit dem Projekt „Crash Kurs NRW“ Gefahren des Straßenverkehrs verdeutlichen. Die Aula ist gerappelt voll, aber man könnte eine Stecknadel fallen hören. Gebannt schauen die Schüler der Sekundarstufe 2 des Hönne-Gymnasiums auf die Leinwand, die vor ihnen aufgebaut ist. Dort werden Daten und Namen aufgelistet.

Es sind die Namen von Menschen, die im Märkischen Kreis bei Verkehrsunfällen verunglückt sind. Während das Lied „Geboren, um zu leben“ gespielt wird, werden Unfallfotos eingeblendet.
Mit dem Projekt „Crash Kurs NRW – Realität erfahren“ möchte die Polizei Jugendliche Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Denn jährlich sterben allein in NRW etwa 600 Menschen nur durch Verkehrsunfälle. Claus Croce ist Leiter des Verkehrsdienstes im Märkischen Kreis und leitet neben zwei weiteren Dienstgruppen die Präventionsgruppe. Einmal im Monat besucht er mit Mitarbeitern der Präventionsgruppe wechselnde Schulen des Märkischen Kreises. Er schildert zusammen mit anderen Polizisten, Notärzten, Notfallseelsorgern, Feuerwehrmännern und Opfern oder Angehörigen ihre Erfahrungen mit Unfallsituationen. „Wenn man zu einem Unfall gerufen wird, ist das wie eine große Wundertüte: Man weiß nicht, was einen erwartet.“ Bilder und Daten sind speziell auf den Märkischen Kreis zugeschnitten. Man will einen lokalen Bezug herstellen. „Die Schüler sehen, an welchen Stellen die Unfälle passiert sind, vermutlich fahren sie selbst regelmäßig daran vorbei oder haben schon mal das Kreuz gesehen, das am Straßenrand an ein Unfallopfer erinnert“, sagt Croce. Die Schüler sind sichtlich bewegt. Die 17-jährige Katrin Lehmann macht selbst gerade ihren Führerschein. „Die Bilder im Video sind mir wirklich nahe gegangen, gerade mit der Musik im Hintergrund“, erzählt sie. Auch dem gleichaltrigen Nils Schulte wird das Video am ehesten im Gedächtnis bleiben.
„Ich habe wirklich Respekt vor der Arbeit dieser Leute“, versichert der 18-jährige Lasse Prinz. „Ich finde es gut, dass die Fakten mit so einer Ernsthaftigkeit verdeutlicht werden. Die Worte der Polizisten nehme ich mir auf jeden Fall zu Herzen“. „Es wird einem immer gesagt, dass man im Verkehr aufpassen soll, aber viele nehmen sich das nicht zu Herzen“, erklärt Nele Isenberg (18).
„Wir wollen in den Köpfen bleiben“, sagt Polizist Andreas Filthaut. „Die Opfer der schwersten Verkehrsunfälle suchen mich noch in meinen Träumen heim.“

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